TROTZPHASE

Kennen Sie da auch? Sie gehen Einkaufen, Ihr Kind bittet um etwas in den Regalen, Sie lehnen ab mit dem Wort "Nein"  und das Kind wirft sich schreiend auf den Boden. Oder Sie sind unterwegs, möchten nach Hause und das Kind beginnt zu toben, schreit, beisst und schlägt auf Sie ein aus Protest. Die Frage die sich viele Eltern dann stellen ist: Was soll ich jetzt machen? Man kommt extrem unter Druck vor allem in der Öffentlichkeit, die Kopfschütteln vorbeigehen oder sonstige unpassende Kommentare von sich geben. In dieser Situation versucht man das Kind schnell zu beruhigen oder lässt den Einkaufswagen stehen und verlässt mit dem tobenden Kind, fluchtartig das Geschäft.

Sie fragen sich dann, warum passiert das ausgerecht mir? Warum macht das mein Kind mit mir und bringt mich in so eine unangenehme Situation? Ich kann Ihnen versichern, das dieses Verhalten ein normaler Prozess ist, die alle Eltern durchmachen müssen. Es gehört zur normalen Entwicklung des Kindes dazu, das es bewusst Grenzen austestet und dadurch Aufmerksamkeit fordert, um das zu erreichen was es möchte. Dazu gehört es auch, das Ihr Kind herauszufinden möchte, wie Sie als Eltern reagiert.

Ich höre oft, das Kinder sich zuhause einiges mehr erlauben, als bei Tante, Onkel, Oma und Opa. Auch da kann ich Sie beruhigen, das ist absolut normal. Als Mutter kann ich Sie sehr gut verstehen und weis, das nur mit reiner Pädagogik solche "Trotzphasen" nicht zu lösen sind, da die eigenen Emotionen auch noch mitspielen. Als Ausserstehende braucht es daher sehr viel Feingefühl, Verständnis, Geduld aber vor allem das Vertrauen der Eltern, den ohne das ist ein Coaching gar nicht möglich. Für eine Mutter ist das eine Situation, die extrem schmerzhaft  und zu gleich beschämend ist. Oft haben Mütter Zweifel an sich selber und genau das spürt auch dann das Kind heraus. Die meisten Erzieherinnen texten die Eltern mit pädagogischen Fachwissen zu, das die Eltern gar nicht richtig aufnehmen können. Die Gefühle und Gedanken der Mutter werden dabei leider oft Komplet übersehen, so das sich die meisten Eltern damit überfordert fühlen. Das diese Kontraproduktiv ist und schliesslich nicht zu Lösung der Situation beiträgt, erübrigt sich von selbst.

Kinder lernen, in dem Sie Grenzen und Situationen austesten und dabei herausfinden möchten, wie andere auf Ihr Verhalten reagieren.  Es ist daher naheliegend das die Eltern Ihre Reaktionen und Wahrnehmungen zuerst bei sich selber analysieren müssen.

An unserer Reaktion orientiert sich schliesslich das Kind und merkt relativ schnell, ob es damit auch Erfolg hat. Wie Sie sehen sind die Kinder richtige Profis, wenn es darum geht etwas zu erreichen und Ihren Willen durchzusetzten. Ich höre oft von den Eltern, das Sie nicht schimpfen möchten oder daran innerlich zerbrechen, wenn Ihr Kind so bitterlich weint. In den Coachings erlebe ich die Reaktion von beiden Seiten hautnah mit und es berührt mich jedes mal, da ich selber auch Mutter bin. Mein Vorteil ist, das ich mich emotional besser davon distanzieren kann, als die Mutter in der Situation. Dadurch ist es mir möglich, das ganze aus einer anderen Perspektive zubeurteilen.

Im ersten Coaching beobachte ich oft die Reaktion, das die Mütter das Kind versuchen mit Worten zu beruhigen. Sie schenken Ihre 100% Aufmerksamkeit dem Kind, das um sich schlägt, beisst oder zum teil auch die Mutter tritt und boxt. Solche Momente sind für die betroffene Mutter besonders schlimm, aber es ist ein wichtiger Coachings Bestandteil. Speziell zu diesem Thema werde ich noch einen Betrag schreiben: Wen Kinder Beissen, Schlagen und Treten!

Grenzen setzen sind Botschaften, die dem Kind vermitteln wonach es sich orientieren kann. Einige verwechseln Bestraffung und Grenzen setzten und das sollte man wirklich nicht in die gleiche Schublade legen. Grenzen kann man auch spielerisch setzten, eine Bestraffung nicht! Grenzen sind daher Spielregeln oder haben Sie schon mal "Mensch Ärger Dich nicht" oder "Monopoly" ohne Spielregeln gespielt? Spielregeln die Sie Ihren Kinder mitteilen gelten aber genau so für andere Familienmitgliedern wie auch für Sie selber! Bsp:" Ich möchte nicht das Du Schimpfwörter benutzt" oder "Ich finde es nicht schön wen Du mich anschreist!" Denken Sie daran, das Sie eine Vorbildfunktion haben und wen Sie eine Regel bestimmen, dann haben auch Sie sich daran zu halten! Ihr Kind wird Se nicht Ernst nehmen, wenn Sie es trotz Regel anschreien oder im Gegenwart Ihres Kindes Schimpfwörter benützen. Sie sehen dieses   1 X 1 ist gar nicht so schwer und eigentlich auch ziemlich logisch. 

Diese Regeln geben nicht nur Ihnen sondern auch dem Kind die nötige Sicherheit. Es lässt aber trotzdem Raum genug, damit sich das Kind frei entfalten kann und es wird versuchen einen Weg zu finden diese Regeln zu Umgehen, in dem ein neues Spiel beginnt.  Diese Spiel ist die Eltern bewusst auszuspielen, aber zu diesem Thema werden ich  in der Rubrik. "Das Wort NEIN", noch näher darauf eingehen.

Kinder lernen durch klare Regeln, auch den Umgang mit negativen Gefühlen. Die eigenen Gefühle zu regulieren ist auch für manche Erwachsene schwierig und daher ist es sehr wichtig das ein Kind bereits in der Spielgruppe lernt mit negativen Gefühlen umzugehen. Das Thema "Umgang mit negativen Gefühlen, erörtere ich in der Rubrik: "Verlieren macht stark"!

Als Fazit zum unsere Thema " Trotzphase", möchte ich Ihnen meine Empfehlung mit auf den Weg geben:

"Versuchen Sie nicht den Konflikt aus dem Weg zu gehen, in dem Sie dem Willen Ihres Kindes nachgeben, nur damit es aufhört zu schreien. Sie helfen damit weder Ihrem Kind noch sich selber und bestätigen damit Ihrem Kind, das sein Verhalten richtig ist! Achten Sie auf Ihre eigenen Gefühle und Reaktionen, denn wen Sie angespannt sind oder dem Kind Ihre Verzweiflung signalisieren, wird das Kind diese Gefühle wie ein Magnet aufnehmen und widerspiegelt das in seinem Verhalten!"

Im Supernanny Coaching zeige ich Ihnen den Weg, wie Sie auch in extrem Situationen die ruhe bewahren können. Sie werden bereits nach kürzester Zeit deutliche Verbesserungen wahrnehmen können und entspannte Momente mit Ihrem Kind geniessen können.