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VERLIEREN MACHT STARK - TEIL 1 : MISSERFOLGTRAINNING

 

Im ersten Schritt wird mit dem Kind erarbeitet, warum das verlieren eine stärke ist und das ein Misserfolg bei einer Aufgabe, durchaus eine neue Chance ist, neues dazu zulernen und nichts mit Versagen zu tun hat. Verlieren um jemanden Gewinnen zu lassen, schenkt auch die Möglichkeit einer neuen Freundschaft und zeigt eine hohe Sozialkompetenz, wenn man sich für jemand anderes freuen kann, obwohl man selber verloren hat. Das man aber immer wieder bewusst verliert, damit ein anderes Kind nicht weint oder schreit, ist aber nicht die Idee und auch ist es nicht förderlich für das Kind, das man gewinnen lässt. Es sollte daher ein Gesundes Mass gefunden werden und das sensible Kind, das mit dem verlieren noch nicht umgehen kann, muss mit Motivation und Geduld herangeführt werden. Das Thema "Trotzphase" kann ich daher sehr empfehlen.

 

Mit dem Misserfolg positiv umzugehen, ist sogar für viele Erwachsene schwer und oft haben Sie in Ihrer Kindheit schlechte und prägende Erfahrungen gemacht oder man hat Ihnen die Gelegenheit in der Kindheit nicht gegeben, mit negativen Gefühlen umzugehen.

Der Schritt zum erlenen von Negativen Gefühlen verarbeiten, ist wichtig für das Kind, da es die Grundlage für das weitere Vorgehen, auch im späterem Leben ist.

Es hat viele Vorteile, wenn man Rückschläge aushält und bereits im Kindesalter lern, das man beim Spielen auch mal verlieren oder sich sogar für jemand anderes freuen kann! Hier einige Motivationsaspekte:

 

Für einige Kinder sind die sozialen Aspekte sehr wichtig:

 

  • „Meine Freunde möchten spielen und spass dabei haben"
  • „Wen ich wütend bin und herum schreie, haben andere auch keine Lust mit mir zu spielen"
  • "Wen ein anderes Kind gewinnt und ich mich darüber freuen kann, finde ich dadurch neu Freunde" 

 

Für andere stehen die eigenen Gefühle im Vordergrund:

 

  • „Ich wäre nicht mehr so wütend und enttäuscht, wenn ich verliere.“
  • „Es ist mir total peinlich, wenn ich weinen muss, wenn ich verliere – das möchte ich nicht mehr!“
  • „Spiele und Sport würden mir wieder Spass machen.“

 

Für die besonders ehrgeizigen Kinder ist es anspornend, ein anspruchsvolles Ziel zu erreichen oder sich in Spiel und Sport zu verbessern. Ein Satz wie „Richtig gut verlieren zu können ist etwas ganz Schwieriges. Das können nicht viele!“ ist nicht nur wahr, sondern auch motivierend. Wichtige Vorteile für kleine Ehrgeizlinge sind:

 

  • „Wenn ich mich sofort auf den nächsten Ball oder auf das nächste Spiel konzentrieren kann, werde ich noch besser!“
  • „Roger Federer (oder ein anderes Vorbild zBsp. für meine Spielgruppenkinder "Cars 3") zeigt auch Grösse, wenn er verliert!“